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Was ist der Unterschied zwischen guten und schlechten Copilot-Prompts?

Hände tippen eine strukturierte Notiz auf mechanischer Tastatur, zerknüllter Entwurf daneben, Laptop im Hintergrund, natürliches Fensterlicht.

Der wichtigste Unterschied zwischen guten und schlechten Copilot-Prompts liegt im Kontext: Schlechte Prompts sind zu kurz, zu vage oder zu allgemein gehalten, sodass Copilot keine präzisen Antworten liefern kann. Gute Prompts hingegen geben dem KI-Tool klare Informationen darüber, wer spricht, welches Ziel verfolgt wird und in welchem Rahmen die Antwort verwendet werden soll. Die folgenden Abschnitte zeigen, woran Sie schwache Prompts erkennen, wie Sie bessere formulieren und welche Fehler im Arbeitsalltag besonders häufig auftreten.

Woran erkennt man einen schlechten Copilot-Prompt?

Einen schlechten Copilot-Prompt erkennt man daran, dass er keine ausreichenden Informationen liefert, um eine nützliche Antwort zu ermöglichen. Typische Merkmale sind fehlender Kontext, unklare Zielsetzung und das Auslassen wichtiger Rahmenbedingungen. Das Ergebnis ist eine generische, oft unbrauchbare Antwort, die mehr Nacharbeit erfordert als erwartet.

Konkrete Warnsignale für schwache Prompts sind:

  • Zu kurze Eingaben: Prompts wie „Schreib eine E-Mail“ oder „Erkläre das Thema“ geben Copilot keine Grundlage, um eine passende Antwort zu formulieren.
  • Fehlende Zielgruppe: Wenn nicht klar ist, für wen der Text gedacht ist, trifft Copilot oft den falschen Ton oder die falsche Komplexitätsstufe.
  • Kein Ziel genannt: Ein Prompt ohne klares Ergebnis führt zu Antworten, die zwar korrekt, aber nicht verwendbar sind.
  • Widersprüchliche Anforderungen: Wenn ein Prompt gleichzeitig „kurz und ausführlich“ oder „formell und locker“ fordert, entsteht ein unbrauchbares Ergebnis.

Schlechte Prompts erkennt man letztlich auch daran, dass die Antwort von Copilot zwar technisch korrekt wirkt, aber nicht das liefert, was man eigentlich gebraucht hätte. Dieses Gefühl der Enttäuschung ist oft ein Hinweis darauf, dass der Prompt überarbeitet werden sollte.

Was macht einen guten Copilot-Prompt aus?

Ein guter Copilot-Prompt enthält vier Kernelemente: eine klare Rolle oder Perspektive, eine präzise Aufgabe, den relevanten Kontext und ein definiertes Format für die Ausgabe. Je mehr dieser Elemente vorhanden sind, desto gezielter und nützlicher fällt die Antwort aus.

Die vier Bausteine eines starken Prompts lassen sich so beschreiben:

  1. Rolle: Geben Sie Copilot eine Perspektive, aus der heraus es antworten soll. Zum Beispiel: „Schreib als erfahrene Projektmanagerin…“ oder „Antworte aus der Sicht eines IT-Administrators…“
  2. Aufgabe: Formulieren Sie klar, was genau erstellt werden soll. Nicht „Schreib etwas über Datenschutz“, sondern „Erstelle eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten DSGVO-Pflichten für kleine Unternehmen.“
  3. Kontext: Geben Sie relevante Hintergrundinformationen. Wer ist die Zielgruppe? Was ist der Anlass? Welche Informationen soll Copilot berücksichtigen?
  4. Format: Legen Sie fest, wie die Antwort aussehen soll. Stichpunkte, Fließtext, eine Tabelle, maximal 200 Wörter, formelle Sprache usw.

Ein Beispiel für einen guten Prompt: „Du bist ein Vertriebsmitarbeiter in einem mittelständischen Softwareunternehmen. Schreib eine kurze, freundliche Nachfolge-E-Mail an einen potenziellen Kunden, der vor zwei Wochen eine Demo angefragt hat, aber seitdem nicht geantwortet hat. Maximal 100 Wörter, professioneller Ton.“

Wie verändert Kontext die Qualität der Copilot-Antworten?

Kontext ist der wichtigste Faktor für die Qualität von Copilot-Antworten. Ohne Kontext greift Copilot auf allgemeine Muster zurück und liefert durchschnittliche, generische Ergebnisse. Mit präzisem Kontext kann das Tool passgenau auf Ihre spezifische Situation eingehen und deutlich nützlichere Antworten generieren.

Kontext umfasst dabei mehrere Dimensionen:

  • Fachlicher Kontext: In welcher Branche oder welchem Bereich arbeiten Sie? Ein Prompt für eine Anwaltskanzlei erfordert andere Formulierungen als einer für ein Handelsunternehmen.
  • Situativer Kontext: Was ist der Anlass? Geht es um eine interne Kommunikation, eine Kundenpräsentation oder ein technisches Dokument?
  • Inhaltlicher Kontext: Welche Informationen soll Copilot einbeziehen? Fügen Sie relevante Textausschnitte, Zahlen oder Hintergrundinformationen direkt in den Prompt ein.
  • Sprachlicher Kontext: Welcher Ton ist angemessen? Formell, locker, technisch, vereinfacht?

Ein praktisches Beispiel: Der Prompt „Schreib eine Zusammenfassung“ liefert etwas Generisches. Der Prompt „Fasse die folgenden drei Kernpunkte aus unserem letzten Teammeeting für die Geschäftsleitung in drei Sätzen zusammen, sachlich und ohne Fachjargon“ liefert etwas Verwendbares. Der Unterschied liegt allein im Kontext.

Welche Prompt-Fehler passieren im Arbeitsalltag am häufigsten?

Im Arbeitsalltag entstehen Prompt-Fehler meist nicht aus Unwissenheit, sondern aus Zeitdruck. Die häufigsten Fehler sind zu kurze Eingaben, das Vergessen des Ausgabeformats und das Fehlen einer klaren Zielgruppe. Diese Fehler lassen sich mit einfachen Gewohnheiten vermeiden.

Die verbreitetsten Fehler im Überblick:

  • Zu vage formulieren: „Hilf mir mit dem Bericht“ sagt Copilot nicht, was genau gebraucht wird. Welcher Bericht? Für wen? In welchem Stadium?
  • Kein Format angeben: Ohne Formatvorgabe liefert Copilot manchmal ellenlange Fließtexte, obwohl Stichpunkte viel praktischer gewesen wären.
  • Mehrere Aufgaben auf einmal: Prompts, die gleichzeitig analysieren, zusammenfassen, umformulieren und übersetzen sollen, überfordern das Tool und liefern unsaubere Ergebnisse.
  • Fehlende Iterationen: Viele Nutzerinnen und Nutzer geben bei einer unbefriedigenden Antwort auf, anstatt den Prompt zu verfeinern oder Copilot um eine überarbeitete Version zu bitten.
  • Kein Beispiel geben: Wenn Sie einen bestimmten Stil oder eine bestimmte Struktur im Sinn haben, zeigen Sie Copilot ein Beispiel. Das verbessert die Ausgabe erheblich.

Wann sollte man einen Prompt überarbeiten oder neu formulieren?

Einen Prompt sollten Sie überarbeiten, wenn die Antwort von Copilot zwar inhaltlich korrekt ist, aber nicht dem entspricht, was Sie tatsächlich gebraucht hätten. Das ist ein Zeichen, dass der Prompt zu unspezifisch war, nicht dass Copilot versagt hat. Überarbeitung lohnt sich auch, wenn Sie dieselbe Art von Aufgabe regelmäßig erledigen.

Konkrete Situationen, in denen eine Überarbeitung sinnvoll ist:

  • Die Antwort ist zu lang oder zu kurz für den vorgesehenen Zweck.
  • Der Ton passt nicht zur Zielgruppe oder zum Anlass.
  • Wichtige Informationen fehlen, obwohl Sie sie im Hinterkopf hatten, aber nicht explizit genannt haben.
  • Copilot weicht vom Thema ab oder bringt irrelevante Informationen.
  • Sie erhalten eine allgemeine Antwort, obwohl Sie etwas Spezifisches für Ihren Kontext benötigen.

Eine gute Strategie ist das schrittweise Verfeinern: Starten Sie mit einem ersten Prompt, bewerten Sie das Ergebnis und ergänzen Sie dann gezielt, was gefehlt hat. Sie können Copilot auch direkt um Verbesserungen bitten, zum Beispiel mit: „Formuliere das formeller“ oder „Kürze die Antwort auf die drei wichtigsten Punkte.“ Wer regelmäßig mit Copilot arbeitet, legt sich am besten eine Sammlung bewährter Prompt-Vorlagen an, die sich für wiederkehrende Aufgaben anpassen lassen.

Wie Erhardt IT-Services bei Copilot-Prompts unterstützt

Wir wissen, dass der Einstieg ins Prompting im Arbeitsalltag oft einen kleinen Schubser braucht. Zwischen dem Wissen, dass KI-Tools nützlich sind, und dem tatsächlich produktiven Einsatz liegt häufig eine Lücke. Genau dort setzen wir an.

  • Wir bieten praxisnahe Unterstützung beim Einsatz von KI-Lösungen in mittelständischen Unternehmen, abgestimmt auf Ihre Branche und Ihre Prozesse.
  • Wir stellen eine strukturierte Prompt-Sammlung mit Vorlagen für Copilot, ChatGPT und andere Tools bereit, die Sie direkt im Arbeitsalltag einsetzen können.
  • Wir begleiten Ihr Team nicht nur technisch, sondern auch beim Aufbau von Kompetenzen im Umgang mit KI-gestützten Werkzeugen.
  • Wir übersetzen komplexe KI-Konzepte in greifbare, alltagstaugliche Lösungen, ohne Fachjargon und ohne unnötige Komplexität.

Wenn Sie tiefer einsteigen möchten und lernen wollen, wie Sie Copilot-Prompts gezielt und effizient formulieren, empfehlen wir Ihnen unser Webinar zu den Prompting-Grundlagen. Dort erhalten Sie kompaktes Praxiswissen und konkrete Techniken, die Sie sofort anwenden können. Zum Webinar anmelden und mehr erfahren.

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